Natur und Kultur am Bachlauf

Von Dr. Gerhard Mörsch, Saarpfalz-Kreis
Quelle: 700 Jahre Peppenkum, Gemeinde Peppenkum 2008, S. 42/43

"Begleitet wird der Bachlauf von Erlen, Weiden und typischen Bach begleitenden Gehölzen, zu denen auch der Holunder gehört.
Typisch für die Bickenalb sind auch die nicht wenigen Kopfweiden entlang des Ufers oder in den Unterläufen der Seitenbäche entlang des Ufers oder in den Unterläufen der Seitenbäche. Kopfweiden entstehen aus Korbweiden (Salix viminalis) oder Silberweiden (Salix alba) durch regelmäßiges "schneiteln". Das heißt die Kopfweide wird mindestens einmal im Jahr bis auf den "Kopf" zurückgeschnitten. ...
Nicht zuletzt erinnern die alten Kopfweiden im Tal der Bickenalb bei Peppenkum an die ehemalige Nutzung der Weidenruten zum Korbflechten. ...
Das Bickenalbtal gehört in seinem saarpfälzischen Abschnitt zum Schutzgebietssystem Natura 2000 der Europäischen Union. Nach Flora-Fauna-Habitat- und Vogelschutzrichtlinie der EU werden europaweit bedeutende Pflanzen und Tierarten aber auch wertvolle Lebensräume (auch für Vögel) unter Schutz gestellt. Europaweit bedeutend sind unter anderem die mitteleuropäischen mageren und extensiv genutzten Mähwiesen der Bachtäler. In den Natura 2000-Gebieten gilt nach der FFH-Richtlinie ein besonderer Schutz der Natur, der jedoch die Nutzung im bisherigen Umfang nicht ausschließt. Im Gegenteil soll die Nutzung zum Erhalt der Wertigkeit aufrecht erhalten werden. ...
Bedeutung hat das Bickenalbtal vor allem auch für Vögel wie beispielsweise Neuntöter, Wiesenpieper und den Roten Milan, der hier ideale Reviere zum Nahrungssuchen findet.
Des Weiteren ist das Bickenalbtal bei Peppenkum unter Landschaftsschutz gestellt. Damit wird dem Naturhaushalt, dem Landschaftsbild aber auch der naturgemäßen Erholung des Landschaftsraumes in der Aue um Peppenkum eine besondere Bedeutung beigemessen. ..."


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